Photovoltaik
Mit Photovoltaik Ihr eigener Stromversorger werden?Das geht mit einer Photovoltaik - Anlage auf Ihrem Haus oder Halle.
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Photovoltaik
Erzeugung von elektrischem Strom aus Sonnenenergie. In Solarzellen, meist aus Silizium, werden unter Zufuhr von Licht oder Wärme positive und negative Ladungsträger freigesetzt (Photoeffekt) und so Gleichstrom erzeugt, der direkt Motoren antreiben oder Akkus aufladen kann. Soll Sonnenenergie auch zum Betrieb von Verbrauchern mit 230 Volt Wechselspannung genutzt oder ins öffentliche Netz eingespeist ("verkauft") werden, wird ein Wechselrichter benötigt.
Vorteile der Photovoltaik sind die saubere, "ökologische”" Stromerzeugung und die Möglichkeit, Verbraucher unabhängig vom Stromnetz zu betreiben (Insellösung), z.B. im Wochenendhaus, in Gärten und Parks oder zur Beleuchtung von Wartehäuschen. Als wesentlicher Nachteil werden die - im Vergleich zur Solarthermie - relativ hohen Kosten bewertet, das Preis-Leistungsverhältnis muß bei PV-Anlagen stets beachtet werden.
Das kleine ABC
| Aufdachmontage Bei dieser Montageart werden Profile oberhalb der Dacheindeckung montiert, um darauf die Solarmodule befestigen. |
| CO2 Abkürzung für Kohlendioxid. Schadstoffe, die bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe entstehen. Mit einer Solarstromanlage wird schon innerhalb weniger Jahre mehr CO2 eingespart als für die Produktion von Solarmodulen benötigt wird. |
| EEG Erneuerbare-Energien-Gesetz: Regelt die Einspeisevergütung regenerativer Energiequellen, z.B. Windkraft, Biomasse, Wasserkraft und auch Photovoltaik. |
| Einspeisevergütung Der örtliche Stromversorger ist verpflichtet, regenerativ erzeugten Strom abzunehmen und nach dem aktuellen Satz zu vergüten. Für in 2008 aufdachmontierte Solarstromanlagen bis 30 kWp Leistung beträgt die Einspeisevergütung 46,75 cent / kWh für 20 Jahre |
| Energiedach Besondere Montageart, bei der rahmenlose Module in ein Profilsystem eingelegt werden. Die so entstandene Fläche ersetzt die Standard-Dacheindeckung. Besonders geeignet ist das System für Neubauten oder Dachsanierungen. |
| Flachdachmontage Montageart für Solarstrommodule, bei der die Module mittels Winkel- oder Teleskopkonstruktionen auf Flachdächern installiert werden. |
| Inselanlage Die erzeugte Energie wird in Batterien zwischengespeichert und danach verbraucht. Diese Anlagen sind nicht an ein Stromnetz angeschlossen. |
| kWh Abkürzung für Kilowattstunde. Eine kWh entspricht 1000 Watt über den Zeitraum von einer Stunde. |
| kWp kW = kiloWatt, das p bedeutet "peak" als Spitzenleistung. Das "p" zeigt aber nicht die Spitzenleistung sondern die Nennleistungen nach Standard-Testbedingungen (STC). |
| Modul Bezeichnung für eine elektrisch anschlussfähige Einheit aus mehreren Solarzellen, mit Witterungsschutz (Glas), Einbettung und Rahmung. |
| Monokristallin Silizium, das als Einkristall gezogen wurde. Die Kristallstruktur im Inneren ist absolut homogen, was durch die gleichmäßige Außenfärbung erkennbar wird. |
| MW Abkürzung für MegaWatt. Mit diesem Wert wird die Leistung von Solaranlagen gemessen. 1MW=1.000.000 Watt. |
| Photovoltaik Ein physikalischer Effekt lässt eine Spannung in einer aus zwei elektrischen Polen bestehenden Halbleiterplatte entstehen, angeschlossen an einen Verbraucher fließt ein Strom. Photo (griech.) = photos: das Licht; Volt = Einheit für die elektrische Spannung (Spannung durch Licht). |
| Polykristallin Kristallstruktur von Silizium, in der mehrere Kristalle im Guß erstarren. Erkennbar sind polykristalline Zellen durch die sichtbaren Korngrenzen, es entsteht ein "Metal-Flake-Effekt". |
| Silizium Der Rohstoff Silizium wird für die Herstellung von Solarzellen verwendet. Silizium ist das zweithäufigste Element der Erdkruste. |
| STC (Standard Test Conditions) Die Standard-Testbedingungen sind die Bedingungen, bei der die Strom- und Spannungskennwerte eines Moduls /einer Zelle gemessen und auf dem Modul-Datenblatt angegeben werden. STC = 1000W/m², 25°C Zelltemperatur, Sonnenspektrum AM = 1,5. |
| Tracker Montagesystem für Solarmodule, das mechanisch das montierte Modulfeld der Sonne nachführt, um Mehrertrag zu erwirtschaften, einachsige Systeme drehen von Ost nach West, zweiachsige Systeme berücksichtigen auch den Sonnenhöhenwinkel (Elevation). |
| Wafer Gesägte Siliziumscheibe, Rohling für die Erstellung einer Solarzelle. |
| Wechselrichter Komplexes, elektronisches Bauteil, welches Gleich- in Wechselstrom umformt, wird in der Solarstromtechnik zur Netzeinspeisung benötigt. |
| Wertschöpfungskette, solare Die solare Wertschöpfungskette bezeichnet die Stufen vom Sand / Rohsilizium bis zum fertigen Solarstrommodul. |
| Wirkungsgrad Modul/Zelle Der Wirkungsgrad eines Moduls/einer Zelle ist definiert als Leistung pro Fläche. Der Wirkungsgrad sagt aber nichts aus über die Erträge eines Moduls/einer Zelle. |
| Wirtschaftlichkeit Die Wirtschaftlichkeit einer Solarstromanlage berechnet sich aus den Kosten der Anlage und den Einspeisevergütungen. Bei einer Dachneigung von 30°; und Südausrichtung hat sich die Anlage durchschnittlich in 12-14 Jahren bezahlt gemacht. |
| Zelle Eine Solarzelle ist das Grundelement für die Erstellung von Solarmodulen, Zellen werden aus Wafern hergestellt. |
Wechselrichter
Wechselrichter arbeiten automatisch und speisen immer die maximale Leistung in das Netz ein.
Hier wird automatisch der Punkt der maximalen Leistung ermittelt (MPP).
Der Gleichstrom wird "zerhackt" und zu Wechselstrom (220 Volt) transformiert.
Wechselrichter müssen nicht gewartet werden und arbeiten auf Transistorbasis (IGBT).
Die Lebenserwartung ist wie bei jedem elektronischen Gerät (Fernseher).
Bei Wechselrichtern unterscheidet man zwischen netzgekoppelten Geräten und Inselgeräten.
Wir verteiben nur netzgekopplete Geräte!
Netzgekoppelte Geräte sind von den Energieversorgern für den netzparallelen Betreib zugelassen.
Der Wechselrichter wird mit Steckverbindern an die Photovoltaikanlage angeschlossen.
Hier wird das Pluskabel und das Minuskabel in den Wechselrichter gesteckt.
Der Wechselrichter ist damit betriebsbereit - Mehr ist nicht notwendig.
Es muß jetzt noch das Kabel zum Hausnetz gelegt werden.
Das Wechselstromkabel wird zur Verteilung gelegt und dort angeschlossen.
Ein Lasttrenner und ein Fehlerstromschutzschalter werden in die Verteilung eingebaut.
Damit ist die Photovoltaikanlage fertig installiert !
Ihr Energieversorger baut einen zweiten Einspeisezähler ein.
Jetzt kann der Solarstrom fließen !
Bitte beachten Sie:
Die Wechselrichter werden mit einer höheren Eingangsleistung betrieben. In unsere Breiten
ist eine höhere Eingangsleistung am Wechselrichtereingang für den Jahresertrag positiv.
Hierdurch wird auch in den Wintermonaten eine optimale Wirkungsgradkurve erzielt.
In den Sommermonaten ist die Gleichstromleistung selten über 80%!
Durch die Wärmeeinstrahlung sinkt bei allen Siliziummodulen die Spannungskennlinie,
weil bereits durch die Wärmeenergie Elektronen fließen und dadurch das Spannungspotential sinkt.
Untersuchungen des Fraunhofer Institutes für Solarenergie haben ergeben, dass eine um 10% höhere
Gleichstromleistung als die Wechselstromleistung keinen (oder positiven) Einfluss auf den Jahresertrag hat.
Die Wechselrichter begrenzen den maximalen Eingangsstrom und können nicht überlastet werden!




